Fibromyalgie und Psychotherapie

Fibromyalgiepatienten sind oft besonders empfindlich, wenn mann das Thema Psychotherapie anspricht.

Das hat teilweise sehr unterschiedliche und oft sehr begründete Ursachen:

  • Sie wurden oft jahrelang als Simulanten abgewiesen oder als eingebildete Kranke abgestempelt
  • Im familiären Umfeld wurden sie als verrückt bezeichnet
  • Sie bekamen individuell unangemessene Entspannungsmethoden verordnet, die teilweise alles noch verschlimmerten,
  • statt echter Psychotherapie erhielten sie von psychiatrischen Ärzten Medikamente, die keine oder nur kaum Linderung brachten, aber enorme Nebenwirkungen und Persönlichkeitseinschränkungen bewirkten.

Die therapeutischen Methoden, wie sie von den Krankenkassen subventioniert werden, sind oft problematisch z.B.

  • Die Therapieplätze sind extrem knapp, und es gibt sehr lange Wartezeiten und Anfahrtswege,
  • Die Therapeuten kennen sich mit Schmerzpatienten dieser Art wenig aus,
  • Die Therapiemethoden brauchen sehr viele Sitzungen, bis man merkt, ob man Linderung erfährt oder nicht,
  • Die Sitzungen sind zu selten oder zu kurz,
  • Die Patienten erkennen nicht den Zusammenhang zwischen den körperlichen Symptomen und der Therapie und somit fehlt die Compliance, das bedeutet die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.
  • Die Ärzte, Therapeuten und andere Berater sind überfordert, ihre Methoden und Ergebnisse miteinander abzustimmen. Die Zeit dafür wird nicht bezahlt und das Know-How sowie die Einstellung der verschiedenen Behandler ist oft auch nicht entsprechend entwickelt.

Zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Gesundheit und Krankheit gehört neben der gründlichen körperlichen Untersuchung und, je nach Symptombild, Therapie eben auch die Betrachtung der Lebensumstände, Lebensgeschichte, religiöse, spirituelle und weltanschauliche Einflüsse, Denkgewohnheiten, Wertegefüge, Ernährung, Stressbewältigung und vieles mehr.

Der normale Psychotherapeut kann in der Regel auch nur einen Teil davon betrachten.

Idealerweise arbeiten Heilpraktiker, Entspannungstherapeut, Coach, Physiotherapeut, Ernährungsberater, Psychotherapeut, Internist und Hausarzt Hand in Hand. Das ist aber ein Idealfall, den

  • sich nur wenige Patienten finanziell leisten können,
  • nur selten Patienten zeitlich bewerkstelligen können,
  • es mangels geeigneter Behandler kaum gibt.

Möglicherweise ist das der Grund, weshalb erfahrene Heilpraktiker mit breitem Erfahrungswissen in verschiedenen Disziplinen und großer Lebenserfahrung oft besonders gute Hilfestellung für Fibromyalgiepatienten bieten können.

In unserer Heilpraxis  vereinen wir einen Großteil der erforderlichen Ressourcen, wie z.B. die Behandlung mit der Bioresonanztherapie.

Coach Berater Heilpraktiker Heiler
Coach Berater Heilpraktiker Heiler

Fibromyalgie ist eines meiner Spezialgebiete. Ich habe schon mit über 200 Fibromyalgie-Patienten im Rhein-Main-Gebiet und ganz Hessen gearbeitet. Für weitere Informationen siehe auch www.fibromyalgie-praxis.de

Die Persönlichkeit des Fibromyalgie-Patienten

Die folgenden Erfahrungen spiegeln meine Sicht nach ca. 200 Gesprächen mit Fibromyalgiepatienten wider. Dabei handelte es sich um Gespräche von 2 bis 3 Stunden Dauer. Nicht immer hätte ich mich der Diagnose „Fibromyalgie“, die oft nach langer Leidensgeschichte erstellt wurde, angeschlossen. Bisweilen hatte ich den Eindruck, dass wenn man lange genug nichts findet, der Patient als Fibromyalgiepatient eingestuft wird.

Außerdem sind alle Menschen individuell und eine Typisierung ist immer problematisch. Nicht jeder lässt sich eindeutig zu den Persönlichkeitsbildern, wie ich sie hier exemplarisch schildere einordnen. Auch denke und hoffe ich, noch viele Gespräche zu führen und dabei noch viel genauere Einblicke in die Strukturen der Krankheit „Fibromyalgie“ zu erhalten.

Warum betrachte ich die Persönlichkeit der Patienten so genau und klassifizierend?

Ich denke, dass chronische Krankheiten den Menschen nicht aus heiterem Himmel überfallen. Lebensumstände und Persönlichkeit treffen aufeinander und bilden den Nährboden, auf dem sich Krankheiten leichter oder weniger leicht entwickeln. Ich vermute, dass bestimmte  Besonderheiten in der Persönlichkeit und bestimmte Lebensumstände die Erkrankungswahrscheinlichkeit und den Verlauf begünstigen. Außerdem vermute ich, dass das Leben mit einer chronischen Krankheit einen prägenden und bisweilen persönlichkeitsverändernden Einfluß auf den Patienten ausübt. Dies kann soweit gehen, dass eine Linderung oder gar Heilung durch diese Entwicklung extrem behindert wird. Eventuell ist dieser persönlichkeitsprägende Effekt sogar die Hauptursache, weshalb chronische Krankheiten so selten wieder verschwinden und bisweilen als unheilbar gelten.

Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn

Somit erfrage ich bei meinen Patienten immer sehr genau die Lebensumstände vor der Krankheit und die sogenannte prämorbide Persönlichkeitsstruktur. Darunter versteht man die Persönlichkeitsbesonderheiten, welche für den noch nicht Erkrankten typisch waren. Dann erfrage ich, wie sich durch die Krankheit das Leben verändert hat und auch wie sich seine Einstellungen, Werte, sein Denken und insgesamt sein Wesen entwickelt haben.Ganz wichtig ist auch, welche Erkenntnisse und Reifungsprozesse durch die Krankheit genutzt wurden. Ich erfrage, wie die Umwelt sich verändert hat. Eventuell haben sich auch Vorteile eingestellt, die vielleicht nur gering geschätzt werden, aber dennoch relevant sind. Falls es einen primären oder sekundären Krankheitsgewinn gibt, möchte ich diesen nach Möglichkeit herausarbeiten.

Bei all diesen Gesprächen sind mir einige typischen Strukturen aufgefallen, die ich an drei Krankheitsgeschichten erzählen werde.

  • Die attraktive Leistungsträgerin
  • Die einsame Anlehnungsbedürftige
  • Die abhängige Ehefrau

Es gibt zwar auch Männer, die Fibromyalgie als Diagnose haben, doch sind es so wenige, dass ich derzeit noch nicht genügend Erfahrungen für eine Typisierung habe. Es finden sich Ähnlichkeiten zu Frauen, und dann auch wieder nicht.

Zwischen Sex und Fibromyalgie scheint es zwei häufige Besonderheiten zu geben.

Coach Berater Heilpraktiker Heiler
Coach Berater Heilpraktiker Heiler

Fibromyalgie ist eines meiner Spezialgebiete. Ich habe schon mit über 200 Fibromyalgie-Patienten im Rhein-Main-Gebiet und ganz Hessen gearbeitet. Für weitere Informationen siehe auch www.fibromyalgie-praxis.de

Pressemitteilung: Warum unser Gesundheitssystem bei Fibromyalgie versagt

Seligenstadt, 11.11.15 400 Erkrankungen zählt man derzeit zum sogenannten „rheumatischen Formenkreis“. Wesentliche Merkmale dieser Erkrankungen sind der schubhafte Verlauf und, je nach Krankheitsfortschritt, teils extreme Schmerzen. Bei 200 dieser Erkrankungen lässt sich allerdings im Blut nichts nachweisen. Zur letzteren Gruppe zählt auch die Fibromyalgie, eine schmerzhafte Erkrankung des Muskel- und Bewegungsapparates, auch als Muskel-Faser-Schmerz gekannt. Sie betrifft derzeit etwa 3 bis 3,5 Mio Menschen in Deutschland, hauptsächlich Frauen. Für die Diagnostik haben Ärzte wenig Zeit, im Durchschnitt nur 6 Minuten. „Das ist viel zu wenig, um der Ursache auf den Grund zu gehen“, erklärt Bernhard Sattler, Heilpraktiker für Psychotherapie beim Infoabend am 10. November 2015 über Fibromyalgie und Qigong.

Über 200 Gespräche mit Fibromyalgie-Patienten

Fast 250 Gespräche hat er in den letzten Jahren mit „diagnostizierten“ Fibromyalgie-Patienten geführt. „Man braucht schon zwei bis drei Stunden, um sich ein Bild zu machen, bevor man Therapieversuche in Betracht ziehen kann“, resümiert er. Viele komplexe Faktoren spielen eine Rolle: die aktuellen und vergangenen Lebensumstände, Ernährung, die gesundheitliche Geschichte der Familie, Veränderungen bei verschiedenen Arten von Stress bis hin zu persönlichen Vorlieben, aber auch Freizeit- und Sozialverhalten. Für Staunen sorgte er bei den Zuhörern mit dem Hinweis auf den Beipackzettel und nennt Beispiele. „Die Nebenwirkungen decken sich erstaunlich oft mit den Beschwerden.“ Die Patienten hätten bei der Menge an Medikamenten, die sie einnehmen, oft den Überblick verloren, so Sattlers Vermutung. Deshalb sei es sinnvoll nach Alternativen zu suchen, die es ermöglichen, die Medikamente auf lange Sicht gemeinsam mit dem Arzt zu reduzieren.

Ernährungsumstellung sorgt häufig für Linderung

Allein durch Umstellung der Ernährung, z.B. durch Verzicht auf Weizen oder Gluten, lasse sich bei 80 % der Fibromyalgie-Patienten oft eine deutliche, schnelle Verbesserung erzielen. Sehr gute Ergebnisse habe Sattler auch mit einem bewährten Therapiesystem erzielt, das auf mechanischen Impulsen basiert. Davon konnte sich direkt eine Teilnehmerin persönlich überzeugen. Ihr subjektives Schmerzempfinden reduzierte sich nach ca. 12-minütiger Behandlung von 4 auf 1 auf einer 10er Schmerzskala. „Bei nahezu allen der etwa 250 Fibromyalgie-Patienten tritt mit diesem System eine Linderung ein.“ erklärt Sattler.

Qigong: Bewegung effektiv einsetzen

Einig waren sich alle Betroffenen, darunter auch eine Vertreterin der Rheuma-Liga Seligenstadt sowie ein weiterer, erfahrener Heilpraktiker, dass mangelnde Bewegung und Schonhaltung die Beschwerden verschlimmern. Deshalb rät Snezana Galijas, Qigong-Practitioner seit 10 Jahren und selbst betroffen: „Wenn man sich schon unter Schmerzen zur Bewegung durchringt, dann kann man auch gleich ein medizinisch wirksames, ganzheitliches Bewegungsprogramm, z.B. Wildgans Qigong, machen.“ Besonders geeignet ist diese dynamische, abwechslungsreiche Form von Qigong für Fibromyalgie-Patienten, die oft ungeduldig, leistungsorientiert und anspruchsvoll sind. Dieses medizinische Qigong beruht auf den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin und steuert systematisch Meridiane und Energiepunkte an. Einer festen Choreographie folgend aktiviert Wildgans Qigong in den 10 Minuten Übungsdauer mittels Bestrahlung, Akupressur und sanften Dehn- und Laufübungen alle inneren Organe und trainiert gleichzeitig den ganzen Bewegungsapparat sowie die Koordination, Konzentration und Balance, wie Snezana Galijas erklärt und live demonstriert. Sie ist eine von wenigen Trainern in Deutschland, die die Wildgans unterrichten. „In der westlichen Philosophie gibt es kaum eine vergleichbare Instandhaltungs- und Instandsetzungsmethode wie Qigong, die Körper, Geist und Seele ganzheitlich betrachtet und behandelt. Besonders die Balance-Übungen sind ein gutes Barometer dafür, ob der Mensch gerade zu hochtourig läuft,“ so die begeisterte Qigong-Practitionierin und Mutter von drei Töchtern, die seit 10 Jahren täglich im Freien flattert.

Über Bernhard Sattler

Bernhard Sattler ist seit 1999 im Coaching tätig und arbeitet seit 2006 therapeutisch. Der Heilpraktiker für Psychotherapie mit Master of Advanced Hypnosis Applications CNLPTA, Ernährungsberater und Entspannungstrainer bereitet sich derzeit auf den „großen“ Heilpraktiker vor. Seine Praxis befindet sich in Seligenstadt.

Über Snezana Galijas

Snezana Galijas ist seit 1995 Qigong-Practitioner. Gelernt hat sie Wildgans (Dayan) Qigong beim chinesischen Arzt und TCM-Berater Dr. Weihong Yang. Sie hat die erste deutschsprachige Lehr-DVD über Wildgans Qigong im Herbst 2014 auf den Markt gebracht. www.wildgans-qigong.de